Meine Geschichte
Von Izmir nach Hamburg
Izmir → Hamburg · 2024Ich bin in Izmir aufgewachsen, in einer Familie, in der Musik immer präsent war. Das hat alles geprägt — warum ich Lehrerin geworden bin und was ich weitergeben möchte.
Ich habe Musikpädagogik an der Dokuz Eylül Universität studiert, mit Klavier als Hauptfach — erst den Bachelor, dann den Master. Meine Professoren kamen aus verschiedenen Traditionen, und diese Vielfalt hat meine Art zu unterrichten geformt. Zusätzlich habe ich fünf pädagogische Methoden gelernt — Orff, Kodály, Suzuki, Dalcroze und traditionelle türkische Musikpädagogik. Jede hat mir etwas anderes darüber beigebracht, wie Menschen lernen. Meine Masterarbeit behandelte die Flow-Theorie: die Idee, dass das beste Lernen passiert, wenn Herausforderung und Können im Gleichgewicht sind.
Mir ist wichtig, dass jeder nach der Stunde das Gefühl hat, ein Stück weitergekommen zu sein.
Sechs Jahre lang war ich Mitglied des polyphonen Chors der Universität — als Chorsängerin und Solistin, mit Konzerten in mehreren Städten und einer internationalen Auszeichnung bei einem großen Chorwettbewerb. Mein erstes Studienjahr war eigentlich dem Gesang gewidmet. Ab dem zweiten Jahr habe ich mich auf Klavier spezialisiert, aber das Singen war nie weg. Die Ausbildung, die ich durch den Chor und meine Dozenten bekommen habe, gebe ich heute an meine Gesangsschüler weiter.
Ich habe auch sechs Jahre Tanzausbildung. Bei jüngeren Schülern setze ich Choreografie ein, um Rhythmusgefühl, Koordination und musikalischen Ausdruck zu fördern — eine natürliche Art, Musik körperlich zu erleben.
Nach zehn Jahren Unterricht an Akademien und Schulen in der Türkei bin ich 2024 nach Hamburg gezogen, um mein eigenes Studio zu eröffnen.


